Manchmal ist schon vor dem Frühstück viel passiert. Nachrichten sind gelesen, erste Fragen beantwortet, die nächsten Stunden gedanklich verteilt. Du hast noch kaum begonnen und bist bereits für alles zuständig.

Vielleicht denkst du dann, du müsstest dich besser organisieren. Doch auch der sorgfältigste Kalender schafft keine zusätzliche Kraft. Wenn jeder freie Moment mit einer weiteren Aufgabe gefüllt wird, bleibt am Ende vor allem ein sehr gut geplanter, sehr voller Tag.

Schau auf die kleinen Unterbrechungen

Es sind oft unscheinbare Dinge, die uns beschäftigen: eine Nachricht, auf die wir sofort reagieren; ein Gespräch, das wir gedanklich noch lange weiterführen; eine unerledigte Entscheidung, die bei jeder Gelegenheit wieder auftaucht.

Beobachte einmal, wann du dich im Alltag besonders verstreut fühlst. Springst du zwischen Arbeit und privaten Nachrichten hin und her? Sagst du häufig zu, bevor du deinen Kalender angesehen hast? Bleibst du abends am Handy hängen, obwohl du eigentlich Ruhe wolltest?

Du musst nicht alles auf einmal verändern. Wähle einen Punkt, der sich wirklich beeinflussen lässt. Vielleicht beantwortest du private Nachrichten gesammelt in einer Pause. Vielleicht sagst du bei einer Anfrage zunächst: „Ich schaue nach und melde mich.“ Diese kleine Verzögerung gibt dir die Chance, bewusst zu entscheiden.